Schiedsrichter-Merkblatt Saison 2021/2022

5. Mannschaftsarten, Spielregeln

Ein Verein kann für die Austragung der Heimspiele seiner Mannschaften die vom wfv zugelassenen und auf dem Meldebogen gemeldeten Spielfelder benutzen. 

Die zur Austragung bestimmten Plätze sind nach den Fußballregeln (bei Kunstrasen-Spielfeldern sind zusätzliche Markierungen möglich) zu zeichnen und nebst den erforderlichen Gerätschaften in nutzungsfähigen Zustand zu setzen. Die Verwendung der Samy-Spielfeldmarkierung ist dort zulässig, wo (vornehmlich Außen-) Linien, abweichend von der üblichen Zeichnung des Normalspielfeldes notwendig sind. Verkleinerte Spielfelder (Kompakt-, Klein- und Minispielfeld) können durch Linien, unterbrochene Linien, Hütchen oder Markierungsband/-teller abgegrenzt werden. Abweichungen von +/– 5 m bei den Torlinien und Seitenlinien sind beim Kompakt- und Kleinspielfeld nicht zu beanstanden. 

Die Tore müssen fest verankert bzw. gegen Umkippen gesichert sein, sonst kein Spielbeginn. Jedes Tor ist während des Spiels nach der Rückseite hin im Umkreis von 5,50 m von jeglichen Sportplatzbesuchern freizuhalten. Zwischen Spielfeldrand und Zuschauerplätzen muss ein angemessener Sicherheitsabstand eingehalten werden. In unmittelbarer Nähe des Spielfeldes dürfen sich keine Gegenstände befinden, an denen sich die Beteiligten verletzen können. 

Bei einer nicht ordnungsgemäßen Platzherrichtung hat der Schiedsrichter den Platzverein auf Mängel hinzuweisen. Falls der Verein nicht bereit ist, diese Mängel abzustellen, ist im Spielbericht zu vermerken, dass der Verein trotz Aufforderung die Beanstandungen nicht behoben hat.

Mindestanzahl Spieler

Bei Spielbeginn müssen von jeder Mannschaft die Mindestanzahl an Spielern (siehe nachfolgende Tabellen) spielbereit auf dem Feld sein. Reduziert sich eine Mannschaft auf weniger als die Mindestzahl an Spielern, wird das Spiel nicht fortgesetzt. Tritt eine Mannschaft nicht an, so hat der andere Verein die Pflicht, 45 Minuten zu warten. Danach ist er berechtigt, das Spiel nicht auszutragen. 

Verwendung von gelben und roten Karten

Wird ein Spieler verwarnt oder endgültig des Feldes verwiesen, so hat der Schiedsrichter bei allen Spielen von Herren-, Frauen-, Senioren-, sowie A-D- Junioren- und A-D-Juniorinnen-Mannschaften dies dem Spieler durch Zeigen einer gelben (Verwarnung) bzw. roten Karte (Feldverweis) zusätzlich bekanntzugeben (auch bei Auswechselspielern). 

Des Feldes verwiesene Spieler dürfen sich nicht in der Technischen Zone aufhalten, bei Spielfeldern mit Abschrankungen haben die Spieler den Innenraum zu verlassen

Feldverweise und Vorsperre/Spielstrafen

Wenn ein Spieler im Aktivenspielbetrieb (Herren-, Frauen-, Senioren-Spielbetrieb) mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wird, ist er für den Rest der Spielzeit dieses Spieles gesperrt und unterliegt der Vorsperre. Spielminute und Grund (z.B. Foulspiel, Handspiel, Unsportlichkeit, etc.) sind im Aktivenbereich im Spielbericht zu erfassen

Begeht der Spieler nach Zeigen der gelb-roten Karte einen weiteren Verstoß, der mit einem Feldverweis zu ahnden wäre, so ist das Vergehen lediglich im Spielbericht zusätzlich zu melden. Spielminute und Grund (z. B. Foulspiel, Handspiel, Unsportlichkeit, etc.) sind im Aktivenbereich im Spielbericht zu erfassen. 

Bei einem Feldverweis auf Dauer (rote Karte) ist der Spieler bis zur Entscheidung durch das Sportgericht gesperrt. 

Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für den Jugendspielbetrieb; dort wird weiterhin der Feldverweis auf Zeit (generell 5 Minuten) praktiziert. Spielminute und Grund (z.B. Foulspiel, Unsportlichkeit, etc.) sind im Spielbericht zu erfassen.

Spielzeiten

Folgt einem Reservespiel ein Verbandsspiel einer Mannschaft in Konkurrenz, so ist das Reservespiel zum angesetzten Spielbeginn des Verbandsspiels zu beenden. Die für das Reservespiel zur Verfügung stehende Spielzeit soll auf 2 Spielhälften gleich aufgeteilt werden

Ist nach Ablauf der regulären Spielzeit bei Auf-, Abstiegs- Relegations- und Entscheidungsspielen oder im wfv-Pokal (Verband) kein Sieger ermittelt worden, werden diese Spiele verlängert (siehe Tabellen)

  • Herren-, Frauen-Mannschaften 2 x 15 Min 
  • Senioren-Mannschaften 2 x 10 Min 

Zwischen dem Ende eines Spieles und der Spielverlängerung dürfen die Mannschaften das Spielfeld nicht verlassen. Die Verlängerung beginnt nach einer kurzen Pause und erneuter Seitenwahl und wird dann ohne weitere Halbzeitpause fortgesetzt. Bleibt auch die Verlängerung ohne Entscheidung, muss der Sieger durch Elfmeterschießen ermittelt werden (DFB-Fußballregeln: Regel 10 - Bestimmung des Spielausgangs)

Im wfv-Bezirkspokal ist je Bezirk geregelt (siehe Tabelle), ob die Spiele mit oder ohne Verlängerung gespielt werden (dann schließt sich direkt an die reguläre Spielzeit ein Elfmeterschießen an). Beim Endspiel im Bezirkspokal der Herren findet bei unentschiedenem Stand in jedem Fall ein Verlängerung statt.


Spielertausch

Die Anzahl der erlaubten Auswechslungen finden sich in den Daten zu den Spielfeldern. 

Ein ausgewechselter Spieler kann nicht wieder in die Mannschaft aufgenommen werden, es sei denn, es handelt sich um ein

  • Freundschaftsspiel /-turnier
  • Reservespiel
  • Seniorenspiel 
  • Meisterschaftsspiel der Kreisligen C/B (Herren)
  • Meisterschaftsspiel der Kreis- und Bezirksligen (Frauen)
  • Juniorenspiel

Diese Regelung gilt nicht bei Entscheidungs- und Aufstiegsspielen im Rahmen der Relegation. 

Der Schiedsrichter hat vor Beginn der 2. Halbzeit grundsätzlich beide Spielführer zu fragen, ob ausgewechselt wurde und muss die Auswechslungen notieren. Spieler, die während eines Spiels auf Dauer des Feldes verwiesen wurden, dürfen nicht ersetzt werden. 

Grundsätzlich überprüft der Schiedsrichter die Auswechselspieler, bei Spielen mit neutralen SR-Assistenten erfolgt die Überprüfung der Auswechselspieler durch die Assistenten.

Spielminute und ein-/ausgewechselte Spieler sind im Spielbericht zu erfassen. Bei Spielen mit „Rückwechsel“ wird nur die erste Einwechslung vermerkt.

Bei Freundschaftsspielen sind mehr Auswechslungen gestattet, sofern die beteiligten Mannschaften eine Einigung über die maximale Anzahl erzielen und der Schiedsrichter vor Spielbeginn informiert wird. Wird der Schiedsrichter vor Beginn des Freundschaftsspiels nicht informiert oder wurde keine Einigung erzielt, können bis zu 6 Spieler ein- und ausgewechselt werden. 

Bei Turnieren gelten hinsichtlich des Wiedereinwechselns grundsätzlich die Bestimmungen für Freundschaftsspiele.