Schiedsrichter-Merkblatt Saison 2021/2022

6. Spielbericht Online

Im Verbandsgebiet des wfv wird flächendeckend in allen Spielklassen und Altersbereichen der Spielbericht Online eingesetzt. 

Betroffen sind alle Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele, nicht Turniere. 

Der Heimverein hat die notwendige Hardware mit Internetanschluss in zumutbarer Nähe der Schiedsrichter-Kabine bereitzuhalten. 

Schiedsrichter-(Benutzer)kennung und Passwort 

Die Benutzerkennung jedes Schiedsrichters setzt sich aus seiner Ausweisnummer, ergänzt um den Zusatz „sr“, vor der Nummer, zusammen. Sollte die Benutzerkennung und/oder das Passwort vergessen worden sein, so kann auf der DFBnet-Seite www.dfbnet.org ein neues Passwort unter „Passwort vergessen?“ angefordert werden. Das neu vergebene Passwort wird umgehend an die E-Mailadresse des Schiedsrichters gesendet, welche in den EDV-Stammdaten der SR-Gruppe hinterlegt ist.

Umfangreiche Schulungsunterlagen sowie Videos und ein Anwenderhandbuch sind unter 

Im wfv gelten u. a. folgende Festlegungen 

Sobald die Freigabe der Vereine vorliegt, vergleicht der Schiedsrichter die Spielberechtigungen im DFBnet anhand Spielerpass Online bzw. mit den vorgelegten Legitimationsnachweisen.

Bei einem systembedingten Ausfall ist ebenfalls 45 Minuten vor Spielbeginn der „herkömmliche Papierspielbericht“ von beiden Vereinen auszufüllen. Diesen ergänzt dann der Schiedsrichter mit seinen Angaben und sendet ihn entsprechend zum Staffelleiter. 

Der Spielbericht muss von den Vereinen nicht gesondert unterschrieben oder bestätigt werden (auch nicht nach dem Spiel).

Durchsicht der Spielberechtigungen 

Die Spielerpässe sind in der Passmappe vom Verein in Reihenfolge der Rückennummern aufsteigend einzusortieren (Startformation, danach Auswechselspieler), alternativ eine ausgedruckte Spielberechtigungsliste mit eingetragenen Rückennummern vorzulegen. Der Schiedsrichter vergleicht Spielerpässe/ Spielberechtigungsliste mit Eintragungen im Spielbericht und notiert sich Namen und Rückennummern auf seiner Notizkarte (wie bisher). 

Der SR notiert – wie bisher – Meldungen zu Spielerpässen im Spielbericht. 

Bearbeitung des Spielberichts, Spielergebnismeldung 

Der SR ist verpflichtet, den Spielbericht unmittelbar nach Spielende auszufüllen und innerhalb von 60 min. freizugeben, wenn die EDV vor Ort ist. Wird der Spielbericht am Spielort durch den SR bearbeitet und freigegeben, erfolgt dadurch automatisch die Spielergebnismeldung. 

Nur in Ausnahmefällen (Verletzung SR, Spielabbruch, …) sind die Eingaben spätestens am Tag nach dem Spiel einzupflegen. 

Achtung: In diesem Fall erfolgt keine Spielergebnismeldung durch den Schiedsrichter. Der Heimverein ist darauf hinzuweisen, dass dieser das Spielresultat fristgerecht melden muss (Vermerk im Spielbericht). 

Eingabe Zuschauerzahl, Torschützen 

Die Angabe der Zuschauerzahl durch den SR ist nicht verpflichtend. 

Ebenso brauchen die Torschützen nicht durch den SR eingegeben werden. Die Vereine können die Torschützen eingeben, aber nur dann, wenn dies der SR, nachdem der Spielbericht durch ihn freigegeben wurde, noch nicht selbst vollständig gemacht hat. 

Reiter „Vorkommnisse“ 

zur statistischen Erfassung von Gewaltvorfällen und Diskriminierungsvorfällen bei Amateurspielen 

Das Ausfüllen des Reiters „Vorkommnisse“ erfolgt nach jedem Spiel durch den Schiedsrichter. 

Die 1. Frage „Gibt es eine Meldung zu Gewalthandlungen und/oder Diskriminierungen?“ muss nach jedem Spiel beantwortet werden

  • Nein - die Beantwortung der Folgefragen entfällt weiter mit dem Ausfüllen des Reiters „Torschützen“ 
  • Ja - die Beantwortung der Folgefragen (Ankreuzen) des Reiters „Vorkommnisse“ ist erforderlich 

Die Fragen unter dem Reiter „Vorkommnisse“ werden zu statistischen Zwecken erhoben, befreien nicht von der Anfertigung eines Sonderberichts und stellen keine sportgerichtlichen oder rechtlichen Bewertungen dar. 

Erst nach dem Ausfüllen des Reiters „Vorkommnisse“ kann der Schiedsrichter den Spielbericht freigeben. 

Es sollen erfasst werden: 

Tätlichkeiten (Regel 12), z.B

  • wenn ein Spieler einen Gegner abseits des Balls übermäßig hart oder brutal attackiert, 
  • als Tätlichkeit gelten auch übertriebene Härte oder Gewalt gegen eigene Mitspieler, Zuschauer, Spieloffizielle oder sonstige Personen oder diesen untereinander. Zu Tätlichkeiten kann es auf oder neben dem Spielfeld und bei laufendem oder unterbrochenem Spiel kommen. 
  • Wurfvergehen eines Spielers, Auswechselspielers oder ausgewechselten Spielers bei laufendem Spiel mit übermäßiger Härte mit einem Gegenstand auf einen Gegner oder eine andere Person 

Es brauchen nicht erfasst werden: Grobe Fouls (Regel 12)